Das fertige Vanille-Matcha-Azukibohnen Eis am Stil schmeckt durch die unterschiedlich großen Schichten ein klein wenig anders.

Matcha-Azuki Eis am Stil

Selbstgemachtes Schleckeis mit japanischem grünem Tee und süßen roten Bohnen.

Nicht jeder hat daheim eine eigene Profi-Eismaschine, aber zum Glück gibt es auch viel einfachere Möglichkeiten, Eis herzustellen. Die Zubereitung von Eis am Stil ist denkbar simpel: die Zutaten mixen, in eine Form füllen und einfrieren.

Hier das Rezept für drei Schichten mit einer typisch japanischen Geschmackskombination aus Vanille-, Matcha- und Azukibohnen-Milcheis. Durch die Zugabe des pflanzlichen Geliermittels Agar Agar wird das Eis cremiger, die Zutaten verbinden sich gut und kleckern beim Essen nicht so schnell über die Finger.

Rezept für 6 Eis am STil à 60 ml

Die Menge richtet sich nach der Anzahl und Größe der Eisformen. Ich verwende 6 kleine Formen mit je 58 ml Volumen, dafür benötige ich ca. 350 ml Eiscreme.

Zutaten:

  • 160 ml Milch
  • 160 ml Schlagsahne
  • 20 g Zucker
  • 1/2 TL Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Agar Agar (pflanzliches Geliermittel)
  • 35 g rote Azukibohnencreme, auf japanisch auch „Anko“ genannt
  • 1 1/2 TL Matcha-Pulver

Geräte:

  • 1 kleiner Topf
  • 3 kleine Schüsseln
  • Schneebesen
  • Küchenwaage
  • kleines feines Sieb
  • Eisform
  • Löffel

Anleitung:

  1. Das Agar Agar in 3 EL Milch einrühren und 5 Minuten ziehen lassen.
  2. Inzwischen die restliche Milch, Schlagsahne, Zucker und Salz in einen kleinen Topf geben und erhitzen.
  3. Das Agar Agar hinzugeben, 2 Minute aufkochen lassen und dann den Topf vom Herd nehmen.
  4. Die Mischung in 3 kleine Schüsseln aufteilen. Je eine Portion mit dem Matcha, dem Vanillezucker und der roten Bohnencreme vermischen.
  5. Die Mischung etwas abkühlen lassen und vorsichtig in die Eisformen füllen, so dass die Creme nicht den Rand der Formen bekleckert. Besondern hübsch sieht es aus, wenn die Schichten in unterschiedlichen Reihenfolgen und Mengen kombiniert werden.
  6. Die Plastikstile in die Formen stecken und das Eis für mindestens 4 Stunden in den Tiefkühler stellen.
  7. Vor dem Verzehr die Formen kurz im warmen Raum stehen lassen, so dass die Formen sich lösen und leichter herausziehen lassen.

Tipps:

  1. Zutatenmenge:
    Um die benötigte Menge für die Eisformen zu ermitteln, messe ich das Volumen mit Hilfe einer Waage ab. Hierzu wiege ich zuerst die leeren Formen, setze dann die Wage auf „0“, um das Gewicht der Form abzuziehen, fülle die Formen bis zur Markierung mit Wasser und wiege erneut. In meine 6 kleinen Eisformen passen 350 g Wasser, das entspricht einem Volumen von 350 ml.
  2. Agar Agar:
    Das pflanzliche Geliermittel Agar Agar muss 2 Minuten aufgekocht werden, damit es geliert. Das Pulver vor dem Aufkochten in etwas Flüssigkeit kurz quellen lassen, um Klümpchen zu vermeiden. Bei sahnigen Cremes reicht 1 TL des Pulvers auf 350 ml. Bei säuerlichen Flüssigkeiten mit Zitrusfrüchten oder Limonade wird die doppelte Menge Agar Agar benötigt.

Gut zu wissen:

Wie schmeckt süße Azukibohnenpaste?

Azukibohnenpaste wird auf japanisch „Anko“ (餡子) genannt und besteht aus kleinen roten Bohnen, die in Zuckersirup weich gekocht und anschließend fein püriert werden. Die Creme ist sehr süß und schmeckt nicht im geringsten „gemüsig“, sondern eher wie Marzipan. Durch die dunkelbraune Farbe erinnert mich die Azukibohnencreme an eine Nougatcreme.

Wie bereitet man rote Bohnenpaste zu?

Für die Bohnenpaste werden kleine rote Azukibohnen eingeweicht, kurz aufgekocht, das Wasser gewechselt und mehrere Stunden weichgekocht. Die leicht zerdrückten Bohnen werden zum Schluss mit Zucker vermischt und unter Rühren auf dem Herd glasiert. Der Prozess erinnert mich ein wenig an die Zubereitung von Pflaumenmus.

Gibt es auch fertige Azukibohnenpaste zu kaufen?

Fertige Azukibohnencreme gibt es fein püriert in Beuteln oder mit ganzen Bohnen in der Dose zu kaufen. Ich habe beide Varianten in Asia-Märkten in Berlin im Regal neben den Fruchtgelees und den unterschiedlichen Reismehlsorten gefunden. Der 500g-Beutel mit der feinen Creme kostet ca. 5 Euro, die 210g-Dose mit den ganzen Bohnen ca. 4 Euro.

Wie lange hält sich Azukibohnenpaste?

Der geöffnete Beutel mit der Azukibohnencreme sollte luftdicht verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden, damit die Paste nicht austrocknet. Durch den hohen Zuckeranteil hält sich die Creme sehr lange, den letzten Rest habe ich nach 6 Monaten aufgebraucht.

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