Die Tomaten- und Kürbis-Sushis können direkt aus der Bentobox gegessen werden.

Tomaten-Sushi Bento

Vegetarische Sushi mit Tomaten & Kürbis anstatt Thunfisch & Lachs in der Picknickbox

Gemüse-Sushi bevorzugen nicht nur Vegetarier und Veganer, selbst einige Japaner mögen keinen rohen Fisch. Zum Glück gibt es sehr leckere Alternativen, beispielsweise aus Kürbis und Tomaten, die auch noch einfach und preiswert in der Zubereitung sind.

Den dunkelroten Thunfisch habe ich durch reife Tomaten-Filets und den orangenen Lachs durch gebackenen Kürbis ersetzt. Das farbenfrohe Ergebnis sieht der klassischen Variante verblüffend ähnlich – und steckt außerdem voller Umami.

Inspiration

Die Idee zu diesem Bento entstand, als ich über die Verwendung von Tomaten in der japanischen Küche nachdachte. Sie sind keine klassische Zutat der traditionellen Küche,  jedoch durch moderne westliche Gerichte bekannt geworden und überall erhältlich. In Kombination mit Miso entfalten sie ihr Aroma besonders gut, weshalb das Rezept der vegetarischen Tomaten-Nigiris mit einer Wasabi-Miso-Paste entstand. Als Ergänzung kamen dann noch die Kürbis-Sushi hinzu, die farblich und geschmacklich eine wundervolle Kombination darstellen.

Meine Tomaten-Sushi haben beim Rezeptwettbewerb von Mutti-Tomaten den 4. Platz gewonnen.

Mein Bento-Rezept habe ich beim Rezeptwettbewerb von Mutti-Tomaten zum „Tag der Tomate“ eingereicht und bin damit auf dem 4. Platz gelandet. Mille Grazie an Mutti Tomaten für das fantastische Produktpaket!

Zutaten für 2 Personen:

  • 350 g gekochter und gesäuerter Sushi-Reis
    (das Rezept für Sushi-Reis findet ihr hier)
  • 6 reife längliche Tomaten mit festem Fleisch, zum Beispiel San Marzano
  • 1/2 kleiner Kürbis
  • Wasabi-Paste
  • helle Miso-Paste
  • Sojasauce
  • etwas Öl
  • Salz & Pfeffer
  • optional: Shisoblätter
  • optional: ein Blatt Nori

Zubereitung der Kürbis- und Tomaten-Sushi:

  1. Reis kochen, säuern und abkühlen lassen.
    Hier das Rezept für perfekten Sushi-Reis.
  2. Tomaten in heißem Wasser blanchieren, die Haut abziehen und die Kerne entfernen. Die Tomaten in 2 Filets unterteilen und mit etwas heller Miso-Paste und Sojasauce mindestens 10 Minuten marinieren.
  3. Den Kürbis nicht schälen, sondern in 3 cm breite und 7 cm lange Streifen schneiden. In die Außenhaut dünne Streifen schnitzen, damit das typische Lachsfiletmuster entsteht. Den Kürbis mit etwas Öl einpinseln, mit Salz und Pfeffer würzen und im Ofen bei 160 Grad 10 bis 15 Minuten backen. (Die Garzeit richtet sich nach der Dicke des Kürbis).
  4. Die Finger anfeuchten und aus dem Sushi-Reis 2 x 6 cm große Bällchen für die Nigiri-Sushi formen. Den Reis bitte nicht zu fest andrücken, zwischen den Reiskörnern sollte etwas Luft bleiben.
  5. 1 TL helle Miso-Paste, 1/4 TL Wasabi-Paste und 1 TL Sojasauce vermischen und auf die Reisbällchen streichen. Die vorbereiteten Tomatenfilets und Kürbisstücke auf den Reis legen und leicht andrücken.
  6. Optional kann der Belag mit schmalen Streifen aus Nori festgebunden werden und unter den Belag auch Shisoblätter gelegt werden.

Gut zu wissen:

Umami:
Tomaten sind kleine Aroma-Bomben und stecken voller Umami. 100 Gramm der rohen Früchte enthalten ca. 300 mg freies Glutamat, getrocknete Tomaten sogar 600 mg.

Shiso:
Japanische Picknickboxen (Bento) werden oft mit frischen Kräutern, Sprossen oder Blüten garniert. Die gezackten Blätter der Shiso (紫蘇) sehen der Brennessel ähnlich, brennen jedoch nicht und schmecken sehr aromatisch. Shiso wird manchmal auch japanisches Basilikum oder Perilla genannt. Neben den grünen Pflanzen gibt es auch rotes Shiso, das den gleichen Geschmack hat und sich gut zum Färben von eingelegtem Gemüse oder Getränken eignet.

Wasabi:
Der japanische grüne Meerrettich hat eine kühle Schärfe, die in der Kombination mit dem salzigen Miso den Gemüse-Sushi eine besondere Note gibt. Wer nicht gerne scharf isst, kann gerne weniger Wasabi verwenden oder darauf verzichten.

Noristreifen:
Die Scheiben aus knusprigem dünnen Seetang können verwendet werden, um den Belag wie ein Gürtel auf dem Reis „festzubinden“.

Haltbarkeit:
Da die Sushi komplett ohne leicht verderbliche tierische Produkte zubereitet sind, bleiben sie auch länger haltbar als die Variante mit rohem Fisch. Sie eignen sich perfekt für Picknicks, Ausflüge oder Lunchboxen im Büro. Für einen Transport im Rucksack oder in der Tasche sollte die Box jedoch dicht gepackt werden, damit die einzelnen Sushi nicht verrutschen. Wer gerne mehr zur Hygiene bei der Zubereitung von Bento erfahren möchte, kann dies detailliert auf dem Blog von Bentodaisuki nachlesen.

 

 

 

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