Mitarashi Dango

Japanische Reismehlbällchen in Salzig-süsser Sauce.

Mitarashi Dango (みたらし団子) sind japanische Süßigkeiten aus Reismehl. Die kleinen zarten Dango-Bällchen werden in Wasser gekocht, auf Holzstäbchen gespießt, angegrillt und mit einer salzig-süßen Sauce glasiert. Lecker!

Mitarashi Dango habe ich in Japan oft gekauft, ich liebe die klebrigen Bällchen, mit dem leichten Raucharoma vom Grill und in dem salzig-süßen Überzug aus Karamel und Sojasauce. Alle zehn Finger könnte ich mir danach ablecken.

Die Zubereitung der Mitarashi Dango habe ich von der japanischen Köchin Fumiko Suzuki in der Kochschule von Goldhahn & Sampson in Berlinerlernt.
Die Zubereitung der Mitarashi Dango habe ich von der japanischen Köchin Fumiko Suzuki gelernt.

Die Zubereitung ist sehr einfach, geht schnell und besteht aus wenigen Zutaten. Es gibt mehrere Varianten des Rezeptes mit und ohne Tofu sowie mit nur einer oder mehreren Reismehlsorten.

Dieses Rezept habe ich von der japanischen Köchin Fumiko Suzuki in einem Kochkurs bei Goldhahn & Sampson in Berlin gelernt und kann es wärmstens empfehlen.

Rezept für Mitarashi Dango

Ergibt 4 Spieße mit je 4 Dango-Bällchen oder 8 Spieße mit je 2 Dango-Bällchen.

Dango-Teig:

  • 40 g Jôshinko (japanisches Reismehl) (上新粉)
  • 40 g Shiratamako (japanisches Klebreismehl) (白玉粉)
  • 65-70g lauwarmes, weiches Wasser (Mineralwasser)

Mitarashi Dango Sauce:

  • 50 ml Wasser
  • 10 ml Sojasauce
  • 30 g Zucker
  • 1 TL Kartoffelstärke
  • 1 TL Wasser
  • 1/2 TL Mirin (optional)
  • 4 Holzspieße

Zubereitung:

  1. Zum Reismehl nach und nach weiches warmes Wasser geben, den Teig mit den Händen gut mischen und sanft kneten. TIPP: der Reis hat die richtige Konsistenz, wenn er sich „so weich wie ein Ohrläppchen“ anfühlt.
  2. Wenn die Mischung glatt ist, den Teig zu einer Rolle formen, in 16 Stücke teilen und zu kleinen Bällchen formen.
    TIPP: Die Bällchen werden später durch das Aufspießen etwas platter, dies kann man verhindern, indem man die Bällchen leicht oval form und der Länge nach aufspießt.
  3. Alle Bällchen gleichzeitig in einen großen Topf mit leicht kochendem Wasser geben. Nach einigen Minuten steigen sie an die Oberfläche. Das Wasser 2 Minuten weiter kochen lassen und die Bällchen mit einem Schaumlöffel oder kleinen Sieb herausfischen.
  4. Die Bällchen in einer Schüssel mit kaltem Wasser abkühlen lassen.
  5. Je vier Bällchen der Länge nach auf einen Spieß stecken.
    TIPP: die Holzspieße vorab in Wasser legen, dann gleiten die Bällchen besser auf der rauhen Holzoberfläche.
  6. Die Bällchen mit einem Gasbrenner flambieren oder in einer ungefetteten beschichteten Pfanne leicht anrösten.
  7. Die Stärke in Wasser auflösen. Alle weiteren Zutaten in einen Topf geben, erwärmen und mit einem Holzlöffel umrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die aufgelöste Stärke in den Sirup geben und weiter umrühren.
  8. Den Sirup auf mittlerer Hitze zum Kochen bringen, dann die Temperatur reduzieren, eine Minute köcheln lassen, bis der Sirup dick und transparent ist. Optional etwas Mirin in die Soße geben, damit diese doch schöner glänzt.
  9. Die Spieße in die Sauce tauchen oder damit übergießen.

Mitarashi Dango Varianten:

Salzig-süß oder süß-salzig:
Das Mischungsverhältnis von Zucker zu Sojasauce kann je nach persönlicher Vorliebe variiert werden. Das Verhältnis 5:1 ist für mich perfekt und schmeckt deutlich salzig. Durch das Mirin, einem süßen japanischen Koch-Sake, wird die Sauce nicht nur schön glänzend, sondern erhält eine besondere geschmackliche Tiefe.
Anko Dango:
Anstelle des salzigem Karamells können die Spieße auch mit Anko bestrichen werden. Anko ist eine dicke süße Paste aus gekochten roten Azukibohnen und Zucker, die in vielen japanischen Süßigkeiten (Wagashi) verwendet wird.
Schokoladen Dango:
Wenn das alles viel zu exotisch erscheint, können die Spieße auch mit geschmolzener Schokolade überzogen werden.

Gut zu wissen:

Die frischen süß-salzigen Mitarashi-Dango sind zart und weich.
Die frischen süß-salzigen Mitarashi-Dango sind zart und weich.

Mtarashi Dango sind vegan, da sie ohne tierische Produkte hergestellt werden und nur aus Reismehl, Wasser, Zucker, Kartoffelstärke und Sojasauce bestehen.

Traditionell werden Mitarashi Dango im Frühling zubereitet. In japanischen Supermärkten sind sie jedoch das ganze Jahr über erhältlich.

Aufbewahrung: die Mitarashi Dango schmecken am besten frisch und sollten am gleichen Tag gegessen werden. Auf keinen Fall die Spieße im Kühlschrank aufbewahren, da der Teig sonst hart und zäh wird.

Mitarashi Dango werden als Snack auf der Straße oder beim Picknick gegessen. Wenn sie frisch vom Grill serviert werden, sind sie noch leicht warm, kühlen jedoch schnell aus.

Mehlsorten: japanisches Reismehl schmeckt und riecht anders als das in Asia-Supermärkten erhältliche thailändische Reismehl. Als Ersatz kann es dennoch verwendet werden, das Ergebnis kann jedoch leicht anders schmecken.

Weitere Rezepte für japanische Süßigkeiten:

Sakura-Mochi nach Kanto-Art

Drei Farben Frühling

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. Kiki Spatz sagt:

    Woher bekomme ich denn das japanische Reismehl? Ich habe das leider nicht gefunden?

  2. Laura sagt:

    Sehr interessant, danke! Die Bilder sind sehr ausgezeichnet.

    1. katjakocht sagt:

      Vielen Dank für das Kompliment – und das von einer Expertin für Foodfotografie und Bildbearbeitung. Auf deiner Website habe ich viele interessante Tipps gefunden, vielen Dank!

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